Alltag mit Diabetes

5 Tipps, um mit Diabetes mental gesund zu bleiben

16.4.2019 von Julia Kral

Diabetes kann eine psychische Belastung sein. Besonders direkt nach der Diagnose ist es nicht immer einfach damit klarzukommen, mit der Erkrankung leben zu müssen. Im Schnitt erkranken Diabetiker etwa doppelt so häufig an Depressionen wie Nicht-Diabetiker*.

Zum Glück gibt es aber viele Wege und Möglichkeiten, deine Psyche vor dem schlechten Einfluss des Diabetes-Monsters zu schützen. Deshalb haben wir diese 5 Tipps, um mit Diabetes mental gesund zu bleiben, für dich zusammengestellt.

1. Lass Diabetes nicht dein Leben bestimmen!

Diabetes ist ein Full-Time-Job. Rund um die Uhr begleitet er dich und du bist zuständig für das Zähmen des (unliebsamen) Monsters. Auch wenn der Diabetes einen großen Einfluss auf das alltägliche Leben hat, muss er aber nicht zwingend ausschlaggebend für dessen Verlauf sein. Nicht alles, was dir an negativen sowie auch an positiven Dingen passiert, steht im Zusammenhang mit deinem Diabetes. Daher solltest du dich nicht einschränken lassen und deine Ziele ohne Ausreden weiterverfolgen.

2. Leg den Kontrollzwang ab!

Jeder Mensch hat mal gute und mal schlechte Tage. Genauso sind kleine Schwankungen des Blutzuckerspiegels auch vollkommen normal. Auch wenn die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers zum Alltag dazugehört, solltest du dich nicht verrückt machen. Wenn du merkst, dass die Gedanken an deinen Diabetes überhandnehmen, ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Es ist nicht nötig, dich zu stressen und akribisch jeden einzelnen Körperwert zu notieren. Mit Hilfe von neuen Technologien kannst du zum Beispiel Teile der täglichen Routine wie das Dokumentieren deiner Blutzuckerwerte an Apps abgeben. Dies erleichtert deinen Lebensalltag und gibt dir mehr Zeit für Dinge, die dir Spaß machen.

3. Sieh die positiven Effekte!

Im Laufe der Zeit sammelst du eine Menge an Erfahrungen über deinen Körper. Es wird immer leichter, die körpereigenen Signale einzuschätzen und entsprechend darauf zu reagieren. Die medizinischen Zusammenhänge von Ernährung, Sport und deinem Körper zu erkennen, gibt dir auch eine gewisse Sicherheit. Es braucht ein hohes Maß an Disziplin und die Fähigkeit zum Multitasking, um die alltäglichen Herausforderungen zu meistern. Dadurch bekommst du das Gefühl, das Diabetes-Monster im Griff zu haben und kannst stärker und selbstbewusster durchs Leben gehen.

4. Finde deine Motivation!

Du fühlst dich glücklicher, wenn dein Körper und deine Psyche im Einklang miteinander sind. Umso wichtiger ist es, dass du dich selbst motivierst, deine Therapie nicht zu vernachlässigen. Indem du weiterhin deinen Hobbys nachgehst, kannst du dich körperlich und mental fit halten. Suche dir etwas, das dir besondere Freude bereitet und es wird dir leichter fallen, deine Ziele zu erreichen!

5. Tausche dich mit anderen Diabetikern aus!

Wer könnte deine Probleme besser verstehen als jemand, der sich mit den gleichen Problemen konfrontiert sieht? Der Kontakt zu anderen Diabetikern kann aufschlussreich und erleichternd sein. Es ist interessant zu sehen, wie andere Leute mit ihrem Diabetes-Monster umgehen und welche Erfahrungen sie sammeln. Aus dem Treffen mit anderen Diabetikern können sich oft auch Freundschaften fürs Leben entwickeln. Und falls du den Eindruck hast, dass Diabetes deine mentale Gesundheit beeinflusst, zögere nicht, dich jemandem anzuvertrauen. Wichtig ist das Wissen, dass du nicht allein bist. Es gibt zahlreiche Angebote psychischer Beratung speziell für Diabetiker, die sich unter anderem auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie, DDG „Diabetes und Psychologie e.V.“ einsehen lassen. *https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/ddg-pressemeldungen/meldungen-detailansicht/article/menschen-mit-diabetes-leiden-doppelt-so-haeufig-an-depressionen.html

Julia Kral