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Pumpe vs. Pen - Teil 2: Was spricht für und gegen eine Insulinpumpe?

17. Jänner 2019 von Julia Kral

In meinem letzten Artikel habe ich über die Vor- und Nachteile der Pentherapie berichtet. Zeit jetzt die Behandlung mit einer Insulinpumpe etwas genauer unter die Lupe zu nehmen!

Was sind 3 Gründe für eure Therapieentscheidung?

Clara (Product Owner):
1. Keine extra Injektionen notwendig
2. Ich kann alles essen und muss dafür nur einen Knopf drücken
3. Als Pumpenträger ist es einfach nichts zu vergessen, weil die Pumpe ohnehin schon an meinem Körper hängt 😉

Lukas (Data Scientist):
1. Ich finde es einfach praktisch – ich muss mich nicht ausziehen um zu spritzen.
2. Ich kann kleine Dosen einfach nachspritzen und komme besser mit Snacks klar. Also letztendlich viel weniger wirkliches Spritzen.
3. Seit ich eine Pumpe trage erreiche ich bessere Therapieziele – das ist wirklich toll!

Ricky (Data Scientist):
1. Ich esse ziemlich viel und mit einer Pumpe brauche ich noch ein paar Klicks um einen Bolus abzugeben.
2. Mir fällt es viel leichter meine Daten zu analysieren und meine Therapie anzupassen.
3. Es ist unwahrscheinlicher eine Injektionen zu vergessen.

Gibt es etwas, das euch manchmal stört an eurer Pumpe?

Clara:
1. Manchmal macht es mir Angst, dass das System Fehler hat und ich es vielleicht zu spät merke.
2. Mich stört meine Pumpe, wenn ich ein Kleid trage.
3. Ich bleibe öfters mal an Türklinken hängen :O

Lukas:
1. Mehr Kleinteile bedeutet auch mehr Fehlerquellen, wie zum Beispiel Katheter.
2. Generell manchmal öfter das Gefühl von Unsicherheit, da ich dadurch noch viel abhängiger von der Technik bin
3. Manchmal nervt mich der Schlauch – besonders wenn ich mal am Strand im Urlaub bin.

Ricky:
Wenn ich Fußball spiele ist die Pumpe manchmal im Weg.

In welchen Situationen schätzt ihr eure Pumpe besonders?

Clara:
1. Vor dem Sport schätze ich es sehr, dass ich meine Basalrate ganz einfach und schnell anpassen kann.
2. In Hyposituationen finde ich es super die Insulinpumpe einfach abzuschalten und weniger essen zu müssen.
3. Und auch beim Alkoholtrinken finde ich die Funktionen der Pumpe sehr hilfreich.

Lukas:
Mit einer Insulinpumpe kann ich meine Diabetestherapie flexibel an meinen Alltag anpassen. Meine Basalrate ist genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt. (Kleiner Pro-Tipp: deine aktuelle Basalrate kannst du auch in der mySugr App speichern, um einen besseren Überblick zu behalten und auch im Report findest du dann alle Daten praktisch gesammelt.)
Seit ich eine Pumpe trage ist die Hemmschwelle für die Insulinabgabe geringer und ich kann so bessere Ergebnisse erzählen.

Ricky:
Ich liebe die Möglichkeit temporäre Basalraten zu nutzen und habe das Gefühl, dass ich dadurch einfacher mit meinem Diabetes umgehen kann.

Fazit: Insulinpumpen haben therapeutisch gesehen klar Vorteile. Die Basalrate kann deutlich feiner an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden, als es bei der Dosierung von langwirksamen Basal-Insulin möglich ist. Im Gegenzug bringt die Technik auch seine Tücken mit sich und organisatorisch gesehen ist diese Therapieform definitiv aufwändiger. Wie seht ihr das? Seid ihr Pumpenträger oder Pen-User? Schreibt uns in den Kommentaren.

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