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Was hat Anne in ihrem Diabetes Toolkit?

01. März 2017 von Ilka Gdanietz

Dies im Hinterkopf, haben wir uns gedacht, wir lassen jeden unserer mySugr Monster mit Diabetes über sein persönliches Diabetes Toolkit sprechen und warum er gerade diese und jenes verwendet. Diesmal berichtet Anne, unser Support Lead, von ihrem Diabetes Toolkit.

Anne, wann hast du Diabetes bekommen?

Vor einer halben Ewigkeit. Genau gesagt im Mai 2003 mit 13 Jahren. Ich kann mich noch so gut erinnern, als ich mit meiner Mama in den Wald gefahren bin um für ein Schulprojekt Blätter zu sammeln und ich jeden Schritt wie einen Marathon empfunden habe. Meine Mama dachte damals ich wolle mich nur drücken vor der Aufgabe. Als dann einen Tag später mein Hausarzt einen Blutzucker von HI maß, hatte sie ein schlechtes Gewissen. Aber es konnte ja keiner wissen. Im Nachhinein konnten meine Eltern dann die typischen Indizien auch sehen.

Was ist deine Geheimwaffe bei Unterzuckerungen?

Essen! In jeglicher Form. Ich muss gestehen, wenn ich die Möglichkeit habe auf Traubenzucker zu verzichten, dann tu ich das auch. Aber in letzter Zeit ist mein Nr. 1 Hypo-Helfer dieses abgepackte Fruchtmus (auch liebevoll Fruchtquetsche genannt). Es passt überall rein, egal ob beim Spaziergang mit Hund oder beim Einkaufen in der Handtasche. Es geht runter wie nichts und ich hab danach nicht dieses ekelhafte Traubenzucker-Gepappe im Mund. Wenn es noch kleiner sein muss (nein noch immer kein Traubenzucker;)) dann sind es Maoam. Eine kleine Packung hat 1,5BE und geht bei mir auch ziemlich flott ins Blut.

Welches Blutzuckermessgerät benutzt du und warum?

Ich benutze das Contour Next Link 2.4 das mit der Minimed 640G kommunizieren kann.
Dazu hilft mir seit neuestem auch mein Enlite Sensor dabei alles etwas strukturierter zu haben. Ich möchte keines der beiden missen. Für mich ist ja die Optik auch ganz wichtig von meinem Blutzuckermessgerät. Wenn ich schon etwas mehrmals am Tag sehen und in die Hand nehen muss, dann soll es auch hübsch sein. Deshalb habe ich mein Messgerät mit einem Sticker verziert und auch meine Messgeräthülle/Tasche ist nicht das schwarz-graue Standard-Taschen, sondern eine wunderschöne und dazumal praktische Tasche von Prikkedief. Kaum hatte ich sie, waren schon Blutflecke darauf. Naja jetzt ist meine Tasche ein Unikat 😛

Welche Diabetes-Therapie verwendest du und warum?

Seit mehr als 9 Jahren habe ich einen täglichen Begleiter an mir- meine liebe Insulinpumpe.
Ich weiß gar nicht wie es ohne ist. 2008 bekam ich meine erste Medtronic Minimed weil ich einfach mit Spritzen nicht mehr zurecht kam. Mein Lantus wirkte nicht so wie ich es brauchte und irgendwann hat mich das ganze Spritzen um schöne Blutzuckerwerte zu haben nicht sonderlich interessiert. Bockige Jugend mit 17 Jahren. Da mein HbA1c irgendwo bei 11% war und ich keine zig Spritzen mehr am Tag geben wollte, wurde ich auf die Pumpe umgestellt. Seit dem sind sie und ich nicht mehr zu trennen. Während meines Studiums war es auch nicht einfach, da mein Studentenleben quasi mehr Aufmerksamkeit brauchte als ich dem Diabetes geben wollte.
Vor kurzem war ich eine Woche lang im Krankenhaus um meine Therapie ganz neu einstellen zu lassen. Einige schwere Hypos in den letzten Monaten und dazu eine ekelhafte Hypowahrnehmungsstörung hatten sich zusammen gesellt. Keine gute Kombination leider. Jetzt hilft mir der Enlite Sensor (passend zur Pumpe) meine Hypos und die Wahrnehmungsstörung wieder unter Kontrolle zu bringen. Umkippen im Supermarkt gehört somit der Vergangenheit an!

Welche wichtigen Dinge gibt es noch in deinem Diabetes Toolkit?

Was hab ich in meinem bunten Täschen- schauen wir mal:

  • Messgerät & Co.
  • Ersatzbatterie für Pumpe
  • Traubenzucker (für den wirklichen Notfall)
  • Pflaster ( weniger für Lanzettenfehlstiche, eher für andere Ungeschicktheiten meinerseits)
  • Alltägliche Helfer (Kamm, Haarspangen, Haargummi- man weiß ja nie 🙂

Ersatz Katheter & Co. habe ich, wenn ich relativ nah von zuhause bin, eigentlich nie mit. Im Büro liegt ein Pen mit Insulin und für alles andere kann ich schnell heim düsen. Für Urlaube oder Reisen wird natürlich mein halber Vorrat eingepackt. Besonders beim Wandern schwitze ich schon mal öfters einen Katheter raus – leider.

Diabetes Utensilien

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