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7 Fragen an Michèle Theißen, unsere neue Diabetes-Beraterin im Team

28.6.2017 von Ilka Gdanietz

Wir sind monstermäßig erfreut euch endlich unsere erste Diabetesberaterin im Team, Michèle Theißen, vorzustellen. Seit 2 Monaten ist sie jetzt Teil der mySugr-Truppe und schon nicht mehr weg zu denken. Aber lest selbst...

mySugr Interview
Name: Michèle Theißen Alter: 34 Job: Diabetesberaterin DDG

Was zeichnet deiner Meinung nach eine/n gute/n DiabetesberaterIn aus?

Ich denke eine gute Diabetes-BeraterIn sollte viel Empathie und Geduld haben. Er/Sie braucht viel Wissen über die komplexen Zusammenhänge im menschlichen Körper und sollte dann noch die Fähigkeit haben, das Komplexe einfach auszudrücken. Und zu guter letzt ist eine Portion Humor nie verkehrt.

Was sind die größten Herausforderungen als Diabetesberaterin?

Nach vielen Jahren motiviert zu bleiben, denn nur wenn man Spaß an dem hat was man tut, kann man andere motivieren. Man sollte leben was man liebt. Und mein Herz schlägt für die Diabetologie.

Was war dein schönster Moment in deiner Laufbahn als Coach?

Nur einen einzigen schönen Moment hab ich nicht, da gibt es unzählige Momente die in Erinnerung geblieben sind. Zum Beispiel glückliche Mütter, die mit gesunden Babys nach einer betreuten Schwangerschaft in die Praxis kamen. Riesig gefreut habe ich mich auch immer, wenn Patienten, die mit großer Verzweiflung kamen, durch Änderung des Lifestyles oder der Medikation/Insulindosierung wieder tolle Werte hatten. Oder zu sehen, wie neue Technik (FGM/ CGM/ Apps) den Alltag für Menschen mit Diabetes leichter machen.

Was sind die 3 wichtigsten Tipps, die du jedem Diabetiker beim Vorbeigehen mitgeben könntest?

Genug schlafen, regelmäßig bewegen, gesund essen, und noch einen vierten: don´t worry – be happy! Aber das würde ich auch Nicht-Diabetiker raten. Im Grund genommen sollte das jeder machen. Diabetiker sehen die Auswirkung eben nur unmittelbarer.

Was ist das Verrückteste oder Lustigste, was du im Zusammenhang mit Diabetes erlebt hast?

Ich habe mal ein Diabetes-Seminar mit einer Runde älterer Herren mit Typ-2 Diabetes geleitet. Und am Ende der Stunde war noch Zeit übrig und dann sagte ich (frisch aus dem Rheinland in München eingetroffen mit zarten 22 Jahren):” Wir könnten ja jetzt noch ne Runde schnackseln.” Die Herren schauten sich verwundert an, waren kurz verwirrt und lachten dann schallend los. Ich wurde Minuten später aufgeklärt, dass das norddeutsche Wort “schnacken” (plaudern) nicht gleichbedeutend mit dem bairischen “schnackseln” (Sex) ist. Ich muss immer noch lächeln wenn ich daran zurückdenke, denn es war die erste von 6 weiteren Stunden und mir wurde das noch lange nachgetragen.

Was ist die bekloppteste Heilungs-Geschichte, die du jemals gehört hast?

So eine richtig blöde Geschichte ist mir gar nie zu Ohren gekommen. Jedoch wurde ich oft gefragt ob Sauerkraut den Blutzucker senkt. Was natürlich nicht der Fall ist!

Was gefällt dir an der mySugr App als Diabetes-Beraterin am besten?

Der Bolusrechner! Ich finde der ist eine grandiose Sache und tolle Hilfe. Er sollte einem zwar nicht das Denken vollständig abnehmen, aber ist definitiv eine große Unterstützung – besonders wenn es im Alltag mal stressig wird.

Ilka Gdanietz

Langzeit-Diabetikerin und Nutella-Freund. Ilka ist bei mySugr für die deutschsprachige Kommunikation zuständig und privat unter www.mein-diabetes-blog.com zu lesen.